Dieter und Martin Högermann - HoegermannNeu

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Dieter und Martin Högermann

Dieter Högermann ist das wohl bekannste Mitglied der Familie Högerman aus Helpup. Dieter Högermann wurde am 4. Mai 1934 in Wellentrup geboren und am 20. Mai 1934 in der Kirche zu Helpup getauft. Seine Eltern waren Martin Heinrich Högermann und Rahel Alma Gertrud Riedel. Dieter Högermann war ein jüngerer Cousin von Erich Högermann und Helmut Högermann und Taufpate beim ältesten Sohn von Helmut Högermann, der ebenfalls Dieter Högermann hieß.

Dieters Eltern heirateten am 31.10.1931 in Halberstadt. Dort arbeitete sein Vater Martin Högermann als NSDAP-Partei-Mitglied und Gruppenführer der Buchhaltung bei den Junkers Flugzeug- und Motorenwerken in Halberstadt. 1935 zog seine Mutter mit Dieter nach Halberstadt, wo er aufwuchs und zur Schule ging. Die Eltern von Dieter Högermann hatten sich auseinander gelebt. Gertrud Högermann, geborene Riedel, und ihr Ehemann Martin Högermann ließen sich am 5. Oktober 1946 scheiden. Laut Aussage von Liselotte Westerheide, geborene Högermann, soll Gertrud Riedel mit der politischen Zugehörigkeit ihres Ehemannes Martin Högermann nicht einverstanden gewesen sein. Martin Högermann war ein strikter Anhänger des Nationalsozialismus und Gertrud soll ihren Ehemann im Laufe der Zeit dafür verachtet haben.

1952 verließ Dieter Högerman das Gymnasium in Halberstadt. 1953 zog er noch vor dem Mauerbau in den Westen Deutschlands nach Braunschweig. Dort studierte er einige Semester im Fach Biologie und war nebenbei beim Schulbuchverlag Westermann als Lektor tätig. 1967 folgt der Umzug nach Berlin und eine Anstellung bei der Kunstbuchhandlung Wasmuth, wo er als Antiquar mit dem Verkauf und Ankauf von kunsthistorischer Fachliteratur bis Juni 1970 beschäftigt war.

Ab den 1970er Jahren baute er über vier Jahrzehnte eine eigene, mehrere zehntausende Stücke umfassende Sammlung auf.

2011 nahm Dieter Högermann Kontakt zur gemeinnützigen Stiftung Leuchtenburg auf. Unter Högermanns Mitwirkung wurde der gemeinnützige  Trägerverein Freundeskreis der Sammlung Högermann e.V. errichtet und die  Sammlung an die Leuchtenburg zur Integration in die  Porzellanwelten-Schau übertragen.

Dieter Högermann starb am 1. Oktober 2012 in Berlin nach kurzer schwerer Krankheit.

2019 wurde in Leuchtenburg erstmals seine umfassende Sammlung ausgestellt.

Der Großneffe von Dieter Högermann, Sven Högermann plant in Zukunft das gesamte Familienarchiv Högermann nach seinem Tode in die Hände der Stiftung Leuchtenburg zu übergeben.

Weitere Daten zu Dieter Högermann sie Wikepedia (https://de.wikipedia.org/wiki/Dieter_H%C3%B6germann)







Martin Högermann (1901-1955) - Vater von Dieter Högermann:

Martin Heinrich Högermann wurde am 20. Dezember 1901 in Wellentrup geboren. Seine Eltern waren der Ziegler Friedrich Högermann und dessen Ehefrau Emilie Büker (Oberkrome).

Martin besuchte in Helpup die Volksschule, welche er am 31. März 1916 abschloss. Am 1. Dezember 1919 begann Martin eine Lehre als Kaufmann in der Rekord-Cement-Industrie GmbH in Oerlinghausen.

1922 trat Martin Högermann in den Männergesangverein "Liedertafel" Helpup ein. Er war aktives und förderndes Mitglied des Gesangvereins und soll sogar mehrere Musikstücke herausgebracht haben.

Am 30. Juni 1922 endete die Kaufmannslehre von Martin bei der Rekord-Cement-Industrie GmbH in Oerlinghausen. Er arbeitete bis zum 14. September 1922 weiterhin in der Firma. Vom 15. September bis 30. November 1922 arbeitet Martin Högermann als Kaufmann in der "Teutoburger Korn- und Zelluloidwaren-Fabrik Eßmann & Pottharst" in Schötmar. Am 1. Dezember 1922 trat Martin Högermann wieder als Kaufmann in die Rekord-Cement-Industrie GmbH in Oerlinghausen ein. Seit Januar 1923 führte Martin Högermann dort selbstständig die gesamte Betriebs-, Lohn- und kaufmännischen Bücher, nach dem amerikanischen System, und vom 1. November 1925 auch die Kasse mit amerikanischen Kassenjournal.

Die Söhne von Friedrich Högermann, standen ihren Vater in seiner politischen Denkweise nicht alle nahe. Von Albrecht Högermann politischen Aktivitäten ist zu dieser Zeit wenig überliefert. August Högermann war nach dem 2. Weltkrieg, ein Befürworter des Gedankenguts der Sozialdemokratie und offizielles Mitglied in der SPD. Martin Högermann war aber ein überzeugter Nationalsozialist und Mitglied in der NSDAP, was diesem auch beruflichen Erfolg brachte und sich von der Mutter seines einzigen Sohnes Dieter entfernte.

Am 1. Januar 1929 trat Martin Högermann als Leiter der Buchhalter in der Firma Möbelfabrik Fritz Heißenberg in Oerlinghausen ein.  Am 31. Oktober 1932 wurde Martin Högermann als Leiter der Buchhaltung der Firma "Möbelfabrik Fritz Heißenberg" in Oerlinghausen auf Druck der wirtschaftlichen Verhältnisse entlassen. Vom 1. Januar 1934 bis zum 30. Juni 1934 führte Martin Högermann ehrenamtlich die Zahlstelle der "Deutschen Angestelltenschaft" in Hannover. Ab 1. Juli bis 10. November 1934 arbeitete Martin Högermann als Schalterangestellter in der Zahlstelle der "Deutschen Angestelltenschaft" in Detmold. Am 12. November 1934 trat Martin Högermann in die "Junkers Flugzeug und Motorenwerke AG" in Halberstadt ein. Dort war er nacheinander als Lohnbuchhalter, Kontokorrentbuchhalter und Betriebsbuchalter tätig. Ab dem 1. April 1943 war Martin Högermann als Gruppenführer der Hauptbuchhaltung tätig.  Ab dem 20. März 1944 erhielt Martin Högermann die "Zeichnungsberechtigung" für die Abteilung Finanzwesen. Am 11. April 1944 endete das Unternehmen mit dem Tag der Besetzung Halberstadts.

Martin Högermann heiratete am 31. Oktober 1931 in Halberstadt Rahel Alma Gertrud Riedel. Aus der Ehe entstammt der einzige Sohn Dieter Högermann. Martin Högermann und Gertrud Riedel ließen sich am 5. Okotber 1946 scheiden.
Martin Högermann heiratete in zweiter Ehe am 8. August 1947 in Lemgo Magda Schultze.

Martin Högerman starb am 19. Mai 1955 in Lemgo.






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